06.02.2012 - heute vor 14 Jahren
- Radwerkstatt Willibald

- vor 11 Minuten
- 1 Min. Lesezeit
Ein Gewerbeschein für ein „kleines“ Gewerbe gelöst.
Wenig Ahnung von der Privatwirtschaft, von Steuern, Sozialversicherung oder Unternehmerschaft generell.
Ein ranziger Keller mit schimmligen Wänden.
Ein Zentrierständer, etwas altes Werkzeug.
Bernd: gelernter Zweiradmechaniker.
Jasmine: HAK-Matura.
Material kam aus dem Metro-Abverkauf, von Online-B2C-Plattformen
und mit ganz viel Unterstützung echter Teamplayer:
Roman Gruber (Sport Gruber), Hari Steinkellner (SportService4U)
und dem damaligen 2Rad Haimlinger. Danke dafür. 🙏
Die ersten Jahre waren Verlustjahre.
Kein Lohn. Nicht ein Cent.
Privater Verzicht, Durchbeißen, Erspartes für Fixkosten.
Sogar Bernds gesamte Abfertigung floss in die Radwerkstatt.
Die erste Radmesse war ein Wendepunkt.
Keine Visitenkarten. Wir wurden nicht ernst genommen.
Auf der Heimfahrt Tränen bei Jasmine und der Gedanke:
„Was soll daraus werden? Wir verrennen uns.“
Aber Bernd ließ nicht locker.
Dranbleiben. Glauben. Weitermachen.
Unsere ersten Visitenkarten banden wir dann später auf Obst –
auffallen, anders sein, Persönlichkeit zeigen.
Kein Showbusiness, sondern echt bleiben.
Dort entstand der Keim unserer authentischen Unternehmerschaft von heute.
Und irgendwann wurden die Zahlen schwarz.
Nicht schnell. Nicht einfach.
Aber fast 10 Jahre später kam dieser Moment: Es fruchtet.
Keine Flyer mehr zu Fuß austragen (blutige Sohlen inklusive),
sondern per Post versenden. Purer Luxus.
Lagerware um 4.000 Euro einkaufen – damals unfassbar viel Geld.
Mit der Hoffnung, alles pünktlich zurückzahlen zu können.
Es ist uns gelungen. Jahr für Jahr.
By the way: Heute kaufen wir das 100-fache an Rädern und Zubehör für eine Radsaison ein.
Heute, 14 Jahre später, wissen wir:
Es war hart. Es war echt.
Und jede Sekunde war es wert.
Wir können nur im Team. ❤️ J + B ❤️
Radwerkstatt Willibald
Danke an alle, die Teil dieser Reise sind. 🚲❤️


























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